Hinweis/Tipp

Nachholfrist bei Versäumnissen

Praxisanleitende, die die 24-stündige Fortbildungspflicht pandemiebedingt in 2021 nicht oder nur in Teilen erfüllen konnten,
können auf Antrag bis zum 1. Juni 2022 die Versäumnisse nachholen.
Sprechen Sie uns dazu gerne an! Kontakt

Fort- und Weiterbildung für Praxisanleiter*innen

Seit dem 01.01.2020 sind die Voraussetzungen für die Qualifikation von Mitarbeitenden für die Praxisanleitung verändert.

Praxisanleiter können Pflegefachkräfte sein bzw. werden, die die Grundvoraussetzungen nach §4 Abs. 2 u. 3 Ausbildungs- und Prüfungsverordnung erfüllen: Dies sind eine abgeschlossene dreijährige Fachkraftausbildung und mindestens ein Jahr Berufserfahrung innerhalb der letzten fünf Jahre in dem Bereich, in dem angeleitet wird.

Außerdem müssen Praxisanleiter*innen eine entsprechende Zusatzqualifikation nachweisen:

  • Weiterbildung zur Praxisanleitung von mind. 300 Stunden
  • oder bis 31.12.2019 abgeschlossene Zusatzqualifikation mit 200 Std. (Bestandsschutz)
  • oder, bei in 2019 begonnener und 2020 abgeschlossener Zusatzqualifikation: Weiterbildung von 100 Std. innerhalb von drei Jahren (bis 2022)

Hinzu kommt eine jährliche Fortbildungspflicht von mindestens 24 Std./Jahr (Fortbildung zu vorwiegend berufspädagogischen Themen).

Wo kann ich mich / meine Mitarbeiter*innen für die Praxisanleitung qualifizieren?

Der Großteil der Pflegeschulen in Schleswig-Holstein hat angeschlossene Fort- und Weiterbildungszentren, die die Fort- und Weiterbildungen für Praxisanleiter*innen regelmäßig und fortlaufend anbieten. Dazu kommen weitere Fortbildungsinstitute, das Angebot ist groß, landesweit gut ausgefüllt und steht in unterschiedlichen Zeitformaten zur Verfügung. Seit der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie werden dazu immer mehr Online-Seminare entwickelt und angeboten. Sie werden im Netz in den Weiterbildungs- und Kursportalen schnell fündig.

Wollen Sie es glauben oder nicht?

Aufgeschnappt!

Ich habe da irgendwo gehört:

In Praxiseinätzen sollte auf zuschlagsberechtigte Arbeitszeiten verzichtet werden, da diese nicht refinanziert sind.

Stimmt nicht, denn:

Auszubildende in der Pflege sollen den gesamten Arbeitsalltag kennenlernen, also auch unterschiedliche Schichtzeiten. Nachtdienste sind im dritten Ausbildungsjahr sogar verpflichtend.
Natürlich haben auch Auszubildende Anspruch auf Zuschläge auf die Ausbildungsvergütung für besondere Arbeitszeiten und Überstunden.
Mit einer sog. Spitzabrechnung nach Jahresabschluss kann der Ausbildungsträger die zunächst ausgelegten Mehrkosten für Zuschläge vom Ausbildungsfonds zurückerlangen.